Eine Google-Suche entspricht einer Stunde Licht
Der Billighoster Strato ist dabei seine Rechenzentren umweltfreundlicher zu gestalten. Nicht unklug, schließlich ist das Thema Klimawandel kurz vor den Live Earth Konzerten in aller Munde und Maßnamen zur CO2-Reduzierung sorgen für positive Presse. In dem Zuge kommt Strato zu einer bemerkenswerten Analyse des Stromverbrauchs durch Google.
Strato ist der Meinung, daß eine Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht wie der einstündige Betrieb einer 11-Watt-Energiesparlampe. Dieses will Strato geschätzt haben. Genauere Angaben zur Berechnungsgrundlage macht Strato allerdings nicht.
Der CO2-Ausstoss der IT-Industrie werde komplett unterschätzt und stehe in etwas auf einer Stufe mit mit den Emissionen der Luftfahrtindustrie. Strato selbst will seine Rechenzentren künftig CO2-neutral mit Wasserkraft aus dem Rhein speisen. Auch Google ist bereits seit längerer Zeit bemüht den Saft für die eigenen Rechenzentren aus alternativen Energiequellen zu bekommen. Einige Rechenzentren werden teilweise auch schon mit alternativer Energie betrieben. Diese dürfte man bei der Berchnung nicht berücksichtigt haben.
Sollte an der Theorie von Strato etwas dran sein, dann dürfte ab sofort das schlechte Gewissen mitsurfen. Ist man den ganzen Tag im Internet tätig, dann dürfte man auf rund 30-50 Google Suchanfragen pro Tag kommen. Der CO2-Ausstoss davon könnte dann schon einer etwas längeren Autofahrt entsprechen.
Artikel zum Thema:

Am 4. Juli 2007 um 10:16 Uhr
“Der Billighoster Strato …”
Billighoster ??? Wie kommst du darauf ?
Am 4. Juli 2007 um 10:51 Uhr
Webhoster deren Paketpreise zwischen 0,99 und 4,99 im Monat liegen würde ich immer noch Billighoster nennen, auch wenn es mittlerweile günstigere Anbieter gibt. Über die Qualität der Billighoster gibt es mit Sicherheit mehr als zwei verschiedene Meinungen…
Am 4. Juli 2007 um 14:14 Uhr
Strato ist aber nicht nur im Billig-Segment aktiv (siehe einiger der Serverangebote).
Die Schätzung kann ich so nicht nachvollziehen und die ist vermutlich total aus der Luft gegriffen. Google macht unter Google.org mit der Stiftung echt viel für die Umwelt (siehe z.B. Google Car mit Hybrid Antrieb),
Am 6. Juli 2007 um 12:13 Uhr
Und Strato stellt nur aus Gründen des Umweltschutzes um …
> Strato-Vorstandsvoristzender Damian Schmidt sagte im Gespräch mit
> ZDNet, dass Energie beim Betrieb von Rechenzentren der größte
> Kostenblock ist
http://www.zdnet.de/news/tkomm/0,39023151,39156011,00.htm
Ich will ja nicht alles schlechtmachen aber die Naturenergie AG hat vermutlich einfach ein besseres Angebot gemacht.
Am 8. Juli 2007 um 17:56 Uhr
Ist schon heftig wenn die Berechnung so stimmt.
Am 10. Juli 2007 um 02:17 Uhr
ist es nicht irgendwie lustig, dass ich auf diese Seite mit einer Googlesuche gestoßen bin?
Am 10. Juli 2007 um 03:14 Uhr
Die Zahl dürfte WEIT neben der Realität liegen. Google verarbeitet (nach eigenen Angaben) derzeit ca. 4 Mrd. Suchanfragen pro Monat. Dem gegenüber steht ein geschätzter Stromverbrauch von 20 bis (und wahrscheinlich eher) 30 Megawatt.
Selbst unter der unzulässig vereinfachenden Annahme, dass sämtliche Server bei Google nun für die klassischen Suchanfragen verwendet würden, ergäbe das “lediglich” 5,6 Wattstunden pro Anfrage.
Nachdem Googles Datenzentren allerdings nun erheblich mehr als die Suchanfragen abwickeln stellt sich die Frage, mit welchen Zahlen Strato nun das angesprochene Ergebnis erhält. Und, die Frage muss erlaubt sein: Was hat Strato davon, den Stromverbrauch einer Suchanfrage anzuprangern? Es ist ja nicht so, als würden sie eine Suchanfrage energieeffizienter beantworten können.