Gedanken und Tipps zum Supplemental Index

Ich hatte vor einigen Monaten den Supplemental Index beschrieben. Heute habe für eine unserer Seiten die Indexierung überprüft und dabei insbesondere geprüft wieviel aus der Seite im Supplemental Index gelandet ist. Daraus habe ich einige, teilweise auch (hoffentlich) neue, Erkenntnisse gewonnen wie es zur Verbannung kommen kann und welche Seitentypen besonders “geeignet” für den Supplemental Index sind. Dazu gibts ein paar Tipps zur Optimierung gerade in Bezug zum Thema.

Grundlagen zum Thema findet Ihr im Artikel Was ist der Supplemental Index? Die analysierte Seite eignet sich als Anschauungsbeispiel ganz gut, weil in Ihr viele gängige Inhaltstypen drin sind.

Im Newsbereich war interessant, dass Artikel, die älter als drei Jahre sind eigentlich alle im Supplemental Index gelandet sind, vor allen Dingen dann wenn sich die Jahreszahl in den Artikeln häufiger wiederholt. Allesamt Artikel die nicht durch andere Artikel verlinkt sind und nur noch weit hinten in Übersicht zu finden sind. Sollte man Artikel haben, die auch nach drei Jahren noch interessant für den User sein könnten, sollte man diese Artikel auch entsprechend verlinken, so dass die Artikel für User und Suchrobot leicht zu finden sind. Nach Möglichkeit sollte man versuchen weiter genutzte Artikel durch (echte) User-Kommentare über die Jahre am Leben zu halten. Änderungen die rund um den Artikel auf der Seite stattfinden, scheinen sich nicht positiv auszuwirken, was ja auch durchaus sinnvoll ist. Einzelne Artikel, die nicht mehr interessant sind, sollten eventuell ganz gelöscht werden.

Das Forum ist fast zur Hälfte im Supplemental Index gelandet. Das liegt aber auch daran, dass es nicht optimal programmiert ist und viele Seiten durch die Programmierung die gleichen Titles haben. Viele Seiten haben auch schlicht zu wenig Inhalt, so dass man sich in diesem Teil der Seite nicht beschweren kann. Zudem sind einige URLs des Forums relativ lang und mit zahlreichen Parametern ausgestattet, so dass die Platzierung im Supplemental Index hier nicht verwundert. Empfehlenswert könnte sein Unter- oder Folgeseite direkt durch die robots.txt von der Indexierung auszuschliessen. In unserem Fall macht das Forum 0,5% der Zugriffe aus, ist aber für 33% der Einträge im Supplemental Index verantwortlich.

Probleme gibt es immer wenn versehentlich Dateinamen mit Leerzeichen entstanden sind und, wenn auf den Seiten zu wenig Inhalte sind. Leicht kritisch wird es auch, wenn Dateinamen zu lang werden durch zuviele Unterordner, daher ist eine flache Verzeichnisstruktur, die sich mit der Struktur der Seite deckt immer ratsam.

Dringend sollte man darauf achten, dass Suchabfragen nicht indiziert werden können. Bestenfalls schliesst man die Suche gleich durch die robots.txt aus. Es kann durchaus passieren, dass eine andere Seite einen Link direkt in eine Suchabfrage setzt und dann ist die Suchabfrage bereits drin. Beachten sollte man dabei, dass dann auch der Adsense-Crawler nicht mehr auf diesen Bereich zugreift. Der Einsatz von Adsense auf Suchergebnisseiten macht aber sowieso wenig Sinn, es sei denn man nutzt AdSense für Suchergebnisseiten. Wenn man Bereiche einer Seite irgendwann auf eine Permalink-Struktur umgestellt hat, sollte man darauf achten, dass die alten Links nicht weitergeführt werden, weil dann die Inhalte zu doppelten Inhalten werden.

Man wird es nie vermeiden können, dass Seiten im Supplemental Index landen, aber man sollte schon darauf achten, dass die Anzahl der Seiten im Index nicht ausufert und in normalen Maße wächst, so wie die Seite selbst eben auch. Manchmal kann es eben passieren dass Seiten in den Index kommen, die dort gar nicht hinsollen, wie in meinem Fall die Suchabfragen.

Eine Reaktion zu “Gedanken und Tipps zum Supplemental Index”

  1. The Long Tail - SEO Blog

    [...] Ich für meinen Teil versuche schon seit längerem beim erstellen von Texten die Möglichkeiten des long tail zu nutzen und es ist schon erstaunlich wie viel Traffic Seiten erreichen können, welche noch bei den großen Keys im Supplemental Index sind. Eine wirklich lohnswerte Alternative, bevor man an großen Keys geht. [...]

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