Opimaler Adsense Einsatz Teil 1: Auswahl der Anzeigenform

Google Adsense LogoDieser Beitrag ist der erste Teil zu einer Artikelserie über die optimale Nutzung von Google Adsense. Im ersten Teil geht es heute zunächst um die Auswahl der optimalen Anzeigenform. Die weiteren Folgen der Artikelserie werden im Abstand von etwa 14 Tagen erscheinen. Wie man an den beiden Umfragen am Dienstag gesehen hat, scheint noch nicht auf jeder Website Adsense optimal genutzt zu werden. Ich bin mir sicher, daß die meistens niedrigen Einnahmen nicht nur mit fehlendem Publikum auf der Website zusammenhängen.

Hauptsächlich stammen die Erkenntnisse aus langjähriger Arbeit mit Adsense auf verschiedenen Internetseiten. Die Erkenntnisse mögen nicht immer allgemeingültig sein, haben sich aber meistens schon bei verschiedenen Projekten bestätigt. Die Reihe ist geeignet für alle, die noch wenig Erfahrung mit Adsense gesammelt haben, aber ich hoffe, daß auch für alte Adsense-Füchse noch der eine oder andere wertvolle Tipp dabei ist. Die Gliederung dieser kleinen Artikelreihe führe ich am Ende des Beitrags auf. Nun also viel Spaß beim lesen und es würde mich freuen, wenn in den Kommentaren fleissig ergänzende Tipps und Erfahrungen gepostet werden.

Auf die allernötigsten Grundlagen wie die Einrichtung eines Adsense Kontos und die grundlegende Funktionsweise von Adsense gehe ich an dieser Stelle nicht ein. Das Basiswissen zum Thema Google Adsense lässt man sich am besten von Google selbst erklären.

Heute gehts also direkt los mit der Auswahl der richtigen Anzeigenform im Bereich Adsense für Content-Seiten. Google bietet eine Übersicht über alle Anzeigenformate an. Schon bei der Auswahl der Anzeige sollte man die Grundregeln im Auge behalten, daß die Anzeige so wenig wie möglich wie eine Anzeige aussehen sollte und sich daher möglichst gut in die Inhalte einpassen sollte. Dabei darf man natürlich nur im Rahmen der Google Adsense Programmrichtlinien vorgehen und selbst keine weitergehenden Veränderungen an den Anzeigen vornehmen, als wie sie über das Adsense-Tool möglich sind. Streng verboten ist es ebenfalls den User zum Klicken aufzufordern oder eigene Inhalte so um die Anzeigen zu bauen, daß durch provozierte irrtümliche Klicks Umsätze generiert werden. Vor Verstössen gegen die Richtlinien sei ausdrücklich gewarnt. Wie schwer oder unmöglich es ist nach einem Ausschluß aus dem Adsense-Programm wiederaufgenommen zu werden, kann man in einem Interview von affiliate.de nachlesen, daß mit zwei Google-Mitarbeiterinnen geführt wurde.

Erst Adsense-Webmaster mit hohem Besucheraufkommen erhalten von Google individuelle Betreuung und können dann in Absprache mit Google Änderungen am Anzeigendesign vornehmen. Diese VIP-Betreuung erhalten Webmaster, die im Monat mehr als zwei Millionen Einblendungen vorweisen können. Es gibt dann auch die Möglichkeit über mehr Anzeigen-Channels zu verfügen und mehr Filter einzurichten.

Banner (468×60) und Halfbanner (234*60)

Adsense Banner 468x60

Der Banner im Format 468*60 Pixel ist vermutlich immer noch der meistgenutzte Anzeigentyp. Das mag damit zusammenhängen, daß Banner in dieser Größe lange Zeit das Standardwerbemittel bei herkömmlicher Onlinewerbung waren und weil sich auch als Folge davon dieser Anzeigentyp leicht in eine bestehende Website einbauen lässt, die bereits eine Werbefläche in dieser Größe vorsieht Und genau hier liegt das Problem: Dieser Anzeigentyp sieht auch nach Änderungen am Layout immer noch wie eine Anzeige aus und wird deswegen häufig von den Usern gemieden. Häufig weil er eben an Stellen angesetzt wird wo meistens die Werbung auf einer Seite steht, wie oben in der Mitte. Ich habe den Banner aber auch schon erfolgreich eingesetzt. In den Fällen war der Banner in den Seitentext eingebettet, zum Beispiel am Ende einer Seite oder zwischen zwei Absätzen im Text. Das funktioniert besonders dann gut, wenn die Breite des Contentbereich in etwa der breite dieses Banners entspricht, wie zum Beispiel häufig in einem Blog mit einem Theme wie diesem hier.

Adsense Halfbanner

Der Halfbanner in der Größe 234×60 ist ein Werbemittel, daß man flexibel einsetzen kann. Der Benutzer hat bei diesem Anzeigenformat zwar keine Auswahl aus mehreren Inseraten, aber schon augrund der Größe kann man diesen Banner auf jeder Seite gut, an jeder Stelle und unauffällig in den Text einpassen.

Leaderboard (728×90)

Adsense Leaderboard 728

Das Leaderboard ist die größte Adsense-Anzeige und gehört auch zu den beliebtesten Anzeigenformen. Es eignet sich gut zum Einsatz im oberen Teil der Seite und vor dem eigentlichen Text. Die Werbebotschaften der Inserenten springen dem Leser sofort ins Auge und er kann aus vier verschiedenen Angeboten auswählen. Das Leaderboard kann auch an anderen Stellen eingesetzt werden, wie zum Beispiel zwischen Forumseinträgen. Google schlägt eine Einbindung am Ende der Seite vor, aber am Ende der Seite macht diese Anzeige wenig Sinn, weil man hier eine Anzeige braucht, die in den Inhalt eingebettet werden kann, wie zum Beispiel die Anzeige im Format 468*60. Wenn der User mit dem Lesen eines Artikels fertig ist, wird er sich selten einer Anzeige zuwenden. Dies wird er nur tun, wenn die Anzeige direkt auf den Inhalt folgt und dem Layout des Inhaltes entspricht.

Rectangles und Sqaures

Adsense Rectangle 300x250

Google Adsense bietet vier in etwa quadratische Anzeigentypen an: Square 200×200, Square 250×250, Medium Rectangle 300×250 und 336×280. Diesen Anzeigentyp findet man auf sehr vielen Made for Adsense Seiten, weil er den Inhaltsbereich am meisten ausfüllen kann, aber man kann diesen Anzeigentyp auch sinnvoll einsetzen. Man kann Squares und Rectangles eigentlich immer im Inhaltsbereich einsetzen, vorausgesetzt der Inhaltsbereich ist breit genug. Wenn man wie in diesem Blog nur rund 450 Pixel in der Breite Platz hat, wird man nicht viel Freude haben. Hat man aber 600+ Pixel Platz, dann kann man ein Rectangle zum Beispiel am Beginn eines Artikels rechts einfügen oder aber auch mitten im Artikel. Einbettungen und möglichst genaue Anpassung an den Inhalt gelingt mit dieser Anzeigenform sehr gut. Von diesen vier Anzeigentypen funktioniert der Block die Rectangle 336×280-Anzeige am besten. Ich habe aller vier Typen getestet und am meisten Klicks hat diese Anzeige gebracht, vermutlich weil es die größe Anzeige ist. Ich würde davon abraten zwei Blöcke dieser Art auf einer Seite zu platzieren, weil die Seite dann mit Werbung überfrachtet wird.

Skyscraper

Adsense Skyscraper

Skyscraper gibt es in der Größe 160×600 und 120×600, welches auch einem sehr gängigen und herkömmlichen Anzeigenformat entspricht. Trotzdem erzielt der Skyscraper in der Größe 120×600 sehr gute Ergebnisse. Zunächst lassen sich die Skyscraper sehr bequem in die meisten Seiten einbinden. Ich denke die Anzeigen funktionieren auch deshalb so gut, weil Sie den User, der einen Artikel liest und verschiedene Elemente auf einer Seite durchgeht länger begleitet, und die Chance groß ist, dass er während des Studiums der anderen Inhalte auf eines der vier Inserate innerhalb des Skyscrapers aufmerksam wird. Wichtig ist, dass der Skyscraper möglichst dicht am Inhalt angebracht wird. Meine Tests haben ergeben, daß der Skyscraper links neben dem Text besser funktioniert als rechts. Auf sehr langen Seiten kann man auch am unteren Ende der Seite einen weiteren Skyscraper platzieren. In Blogs kann man einen Skyscraper im rechten Bereich ausprobieren, wenn man häufig längere Seiten veröffentlicht. Dafür würde sich vielleicht auch der Vertical Banner im Format 120*240 eignen. Auch in Foren eignet sich der Skyscraper für eine Platzierung links neben den Posts. Ebenso einsetzbar ist der Skyscraper auf Seiten mit Abbildungen, natürlich vorausgesetzt die Seite beinhaltet ausreichend Text, so dass passende Anzeigen eingebledet werden.

Linkblöcke

Adsense Linkblock

Linkblöcke sind meine Sache nicht, weil sie bei mir noch nicht richtig liefen. Auf einigen Seiten sollen sie aber doch wirksam sein. Einsatzgebiet von einer Linkblock-Leiste könnte ein Blog sein. Unterhalb des Header oder ein Linkblock auf einer normalen Seite unterhalb oder oberhalb der Navigation können Erfolge erzielen. Nach einem Klick auf einen Linkblock wird von Google noch ein weitere Seite angzeigt, auf der sich der User für eine Anzeige entscheiden muss. Genau geklärt ist nicht wieviele Leute auf dieser Seite hängenbleiben.

Google Heatmaps

Google hat mittlerweile jeweils eine Heatmap veröffentlich für die Seitentypen Blog, Forum und eine Seite mit normalem Aufbau:

Adsense Heatmap

Fast alle Anzeigenformate kann man mittlerweile auch als Image- und Videoanzeigen im Rahmen von Adsense verwenden. Da ich in dem Bereich bisher noch wirklich keine guten Erfahrungen gemacht, lasse ich diese Anzeigenformate hier einmal unberücksichtigt.

Die Auswahl der geeigneten Adsense Anzeigenformate kann ein langwieriger Prozess sein bei dem man viel testen sollte und häufig die Werbemittel austauschen sollte. Generell kann es nicht Schaden regelmäßig die Anzeigenformate und Anzeigenplatzierungen zu wechseln, weil wiederkehrende Benutzer sich sonst an die Anzeigenplatzierungen gewöhnen könnten.

Geplante Gliederung der Artikelreihe Optimaler Adsense Einsatz:

  1. Auswahl der Anzeigenform
  2. Anzeigengestaltung
  3. Anzeigenplatzierung
  4. Tipps zum Aufbau der Website
  5. Weitere Adsense Tipps (Controlling, Tracking, …)

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4 Reaktionen zu “Opimaler Adsense Einsatz Teil 1: Auswahl der Anzeigenform”

  1. Marcus

    Linkblock unter dem Header bei gleichzeitig fehlender Navigation im Header-Bereich funktioniert bei mir sehr gut.

  2. Holger

    danke für die ausführlichen Infos. Werde die Artikelreihe weiter verfolgen.

  3. Frank

    Gute Zusammenfassung, bau doch mal was ein, damit man bei der nächsten Folge sofort eine Info kriegt.

  4. Marcus

    Die nächste Folge kommt in etwas mehr als einer Woche. Ich würde empfehlen den Feed zu abonnieren, wenn Du nix verpassen willst.

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