Web 2.0-Gipfel: Die Geschwindigkeit macht den Unterschied
Vom 7. bis 9. November fand in San Francisco der Web 2.0 Summit statt. Vertreten auf diesem Gipfeltreffen waren Amazon-Gründer Jeff Bezos, Skype-Erfinder Niklas Zennström und natürlich war auch Google vertreten durch Vizepräsidentin Marissa Mayer.
Für Marissa Mayer ist Geschwindigkeit ein Schlüsselfaktor beim Erfolg von Web 2.0. Sie versuchte dies anhand einiger Beispiele zu verdeutlichen. In einem Versuch überlies man den Benutzern die Wahl zwischen 10, 20 und 30 Suchergebnissen. Die meisten Nutzer entschieden sich für 30 Suchergebnisse, klickte dabei aber weitaus weniger Ergebnisse aus der Suche an. Die Darstellung einer Suchergebnisseite bei 10 Suchergenissen nimmt 0,4 Sekunden und bei 30 Suchergebnissen 0,9 Sekunden in Anspruch. Laut Mayer sei der Benutzer darauf aus in kurzer Zeit, möglichst viele Aktionen auszuführen.
Ein weiteres Beispiel führte sie auf in Bezug auf Google Earth an. Nachdem man die Größe der Startseite von 100 KB auf 70 KB reduziert habe erhöhten sich die Zugriffe in der ersten Woche um 10% und in der zweiten Woche um 25%. Um den Benutzern möglichst schnelle Suchergebnisse zu liefern, werden bei einer einzigen Suche 300-500 Google-Server verwendet, die über die ganze Welt verstreut seien.
Web 2.0 steht für die Kombination bestehenden Internettechniken, die den Benutzern wesentlich besseren Zugang zu Informationen schaffen sollen. Mittlerweile ist der Begriff Web 2.0 bereits ziemlich abgenutzt und wird gerne für fast alle neuen Techniken gebraucht, die im Internet bereitgestellt werden. Web 2.0 soll für revolutionäre Weiterentwicklungen im Internetbereich stehen, bietet dem Benutzer auf den ersten Blick derzeit keine wesentlichen Neuerungen. Inhalte, die unter Mitwirkung des Users generiert werden beispielsweise, gibt es im Netz bereits seit Jahren und werden nun unter dem Dachbegriff Web 2.0 verkauft.
