Yahoo! Search Marketing senkt die Mindestklickpreise
Ein nicht unwichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitkonkurrenten im Bereich der bezahlten Textanzeigen Googles ist, dass Google keine Mindestklickpreise festgesetzt hat und keine monatlichen Mindestumsätze verlangt. Für kleine Unternehmen mit einem schmalen Werbebudget ist es bei Google möglich für nur sehr wenig Geld Interessenten auf die eigene Seite zu bekommen.
Yahoo! Search Marketing, ein wichtiger Mitbewerber Google im Bereich Pay-Per-Click-Werbung hat nun seine Strategie geändert und gleicht seine Strategie im Bereich Mindestklickpreise in Richtung Google an. Ab Samstag kann man bei Yahoo! bereits ab 5 Cent Anzeigen schalten, vorausgesetzt Anzeigen stehen zu diesem Preis zur Verfügung.
Zudem werden in Österreich und der Schweiz die monatlichen Mindestumsätze von 25 Euro auf 10 Euro pro Konto gesenkt. Für deutsche Konten ändern sich im Bereich Mindestumsätze vorerst nichts. Bei Google Adwords gibt es keine monatlichen Umsätze, lediglich nach der Freischaltung des Kontos werden 5 US-Dollar berechnet.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Änderungen Auswirkungen auf das Geschäft von Yahoo oder Google haben werden. In Österreich und der Schweiz wird durch die Senkung der Mindestumsätze gerade kleinen Firmen eine Hemmschwelle genommen. Die niedrigeren Mindestgebote dürften den Kunden auch nur selten Vorteile bringen, weil für die meisten Keywords die niedrigsten Gebote mittlerweile weit über 5 Cent stehen und somit nur wenige Keywords oder Keyword-Kombinationen zum Mindestgebotspreis erhältlich sein werden. Aber zumindest auf dem letzten Platz wird man sich nun für wenig Geld einreihen können.
Yahoo Search Marketing war zuvor als Overture tätig, dass wiederum zuvor aus der Suchmaschine Goto entstanden ist. Goto bot neben Altavista als erste Suchmaschine Pax-Per-Klick-Textanzeigen an. Altavista war bereits Ende der Neunziger mit dieser Werbeform vertreten, musste dieses Angebot aber wieder zurückziehen nachdem massive Proteste der Benutzer gegeben hatte.
